Susann Reinhard
Susann Reinhard

Lohnt sich die Investition eines Immobilienfotografen?

Das oberste Ziel eines Immobilienfotografen ist es, das Objekt von aussen und innen optimal wiederzugeben. Professionelle Immobilienfotos erhöhen die Chance des Verkaufs oder der Vermietung. Mit hochwertigen Immobilienfotos lassen sich sogar höhere Verkaufs- oder Mietpreise erzielen. Doch lohnt sich eine Investition in einen Immobilienfotografen oder kann ich nicht selbst die Fotos mit dem Natel aufnehmen?

Immobilienfotografie mit dem Natel

Heute hat fast jeder von uns eine gute Kamera im Hosensack ständig dabei: Das Natel. Da stellt sich wohl der eine oder andere die Fragen: «Warum soll ich nun in einen teuren Immobilienfotografen investieren? Ich kann doch die Fotos selbst aufnehmen.» Natürlich sind die Fotoqualitäten der heutigen Handys teilweise sehr gut! Die meisten neueren Modelle verfügen sogar über Weitwinkelkameras. Die Werbung verspricht bis 50 Megapixel. Das ist grossartig, benötigst du aber in den meisten Fällen gar nicht. Viel wichtiger ist, dass die Blende nicht verstellbar ist. Was bedeutet das? Über die Blende definierst du unter anderem, wie viele Bereiche in deinem Bild scharf oder unscharf sind. Je kleiner die Zahl, also z.B. Blende 2, desto kleiner der Schärfebereich. Bei den Natels liegt dieser bei den Weitwinkelkameras oft bei 1 – 2. Dadurch kann es sein, dass der Raum, den du aufnehmen möchtest, nicht von vorne bis hinten scharf ist. Nicht unbedingt wünschenswert in der Immobilienfotografie.

Immobilienfotograf Bern

Neben der Kamera kommt es noch auf mehr an

Neben einer guten Kamera sind aber noch weitere Dinge wichtig in der Immobilienfotografie. Zum Beispiel die richtige Höhe, auf der du die Aufnahme machst. Diese sollte für jeden Raum gleichbleiben. Dafür benötigst du ein gutes Stativ. Hältst du die Kamera nicht komplett gerade, hast du schnell «stürzende Linien». Abhilfe schafft wieder ein Stativ und ein spezieller Stativkopf, der mit Wasserwaagen hilft, die Kamera stets genau auszurichten. Ich benutze zudem noch einen Fernauslöser, um Verwackelungen zu vermeiden. Nur so kriege ich ein knackscharfes Foto hin.

Die richtige Belichtung bei Immobilienfotos

Draussen scheint die Sonne und drinnen wird dein Foto zu dunkel dargestellt oder umgekehrt? Das Problem ist der sogenannte Dynamikumfang. Das ist die Reichweite zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bereich in deinem Foto. Siehe auch hier bei Ifolor. Der Dynamikumfang deines Natels kommt schneller an seine Grenzen als eine professionelle Kamera. Um sowohl draussen, wie auch drinnen die richtige Belichtung im Bild zu haben, nehme ich jeweils pro Foto mehrere Belichtungen auf und füge diese im Nachhinein zusammen.

Immobilienfotograf Bern

Künstliches Licht und natürliches Licht mischen? Keine gute Idee!

Sind deine Fotos auch schon gelblich oder bläulich rausgekommen? Gerade bei Immobilienfotografie werden verschiedene Farbtemperaturen gemischt. Natürliches Sonnenlicht hat zum Beispiel eine Farbtemperatur von ca. 5000 Kelvin, künstliches Licht dagegen ca. 3000 Kelvin. Mit diesen Unterschieden kommt dein Natel nicht klar. Auch die Kamera nicht, aber weniger schnell 😊 Ich nehme meine Fotos immer im Rohformat auf, sodass ich in der Nachbearbeitung genau solche Dinge korrigieren kann.

Bildgestaltung in der Immobilienfotografie

Bisher haben wir nur über technische Aspekte gesprochen. Natürlich hat ein Immobilienfotograf ein geschultes Auge. Er oder sie weiss genau, wie man was positionieren muss, um es perfekt in Szene zu setzen. Gerade bei dreidimensionalen Objekten, wie Häusern oder Wohnungen ist das umso wichtiger. Mit guten Fotos soll der Fokus des Betrachters auf die Vorzüge der Immobilie gelenkt werden. Darunter fällt auch, dass der Immobilienfotograf den richtigen Tageszeitpunkt fürs Shooting auswählt. Eine sorgfältige Planung ist auch Bestandteil eines Immobilienfotografie – Auftrags.

Immobilienfotograf Bern

Videos, Drohnenaufnahmen und mehr

Heute ist es oft sinnvoll neben normalen Immobilienfotos auch noch ein kurzes Video oder auch Drohnenaufnahmen in das Exposé oder die Verkaufsdokumentation zu integrieren. So erhält der Betrachter einen noch besseren Eindruck der Immobilie. Sowohl bei Videos, wie auch Drohnenaufnahmen sind wiederum anderes Equipment und Knowhow gefragt.

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Immobilienfotografie – komplexer als gedacht, oder?

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Immobilienfotografie komplexer ist, als sie zuerst erscheint. Neben diversen technischen Aspekten sind auch gestalterisches Knowhow des Immobilienfotografen gefragt. Wer also seine Immobilie professionell vermarkten will, sollte sich nicht scheuen einen professionellen Immobilienfotografen zu engagieren.